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Das Europaparlament fordert nun eine Kennzeichnungspflicht für Honig. Warum ist das notwendig und welche Probleme gibt es mit dem Honig im Lebensmittelhandel?


EU-Abgeordneter Othmar Karas dazu: Wir brauchen eine bessere Kennzeichnungspflicht für Honig, damit die Konsumenten wissen, was sie kaufen. Denn heute ist das oft nicht der Fall. Der Honig kommt mittlerweile sehr oft aus China oder der Ukraine, ohne dass der Käufer das erkennen kann. Denn nach der geltenden EU-Honigrichtlinie aus dem Jahr 2001 darf Honig als EU-Honigmischung verkauft werden, selbst wenn nur ein minimaler Anteil des Inhaltes tatsächlich aus einem EU-Land kommt.

Die Anbieter müssen lediglich „Mischung aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“ auf dem Honigglas vermerken. Niemand weiß, was tatsächlich drinnen ist. Nicht nur Honig aus China, dem weltweit größten Produzenten und Exporteur, steht immer wieder unter dem Verdacht, gepanscht zu sein. Das Produkt ist meist kein Honig im herkömmlichen Sinn, sondern zum Beispiel mit Zucker, Reissirup oder anderen Süßstoffen gestreckt. Das verzerrt den Wettbewerb auf unlautere Art und Weise zu Lasten der heimischen Imker und ist eine Täuschung der Konsumenten.


Daher fordert das Europaparlament, dass nur noch EU-Honig draufstehen darf, wo mindestens 50 Prozent EU-Honig drinnen sind. Die Anteile des Honigs von außerhalb der EU müssen in Prozent und mit Herkunftsland ausgewiesen werden. Das ist fair für die heimischen Imker und Konsumenten. Die können dann frei wählen, ob sie chinesischen oder doch lieber österreichischen Honig kaufen wollen.

Mag. Othmar Karas ist Abgeordneter zum Europäischen Parlament und seit 2011 Leiter der ÖVP-Delegation im Europäischen Parlament.


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