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Das Kaufverhalten der älteren Generation



Foto: REWE International AG/Billa

Gibt es bald mehr Kleinpackungen?

Die Meldung vor kurzer Zeit hat fast erschreckt: „Unilever stellt sich auf neue Armut in Europa ein“, hieß es in Berichten. Daher, so war weiter zu lesen, will man künftig verstärkt Kleinpackungen anbieten. Wer wenig Haushaltsbudget hat, kann eben immer nur das kaufen, was er in den nächsten Tagen braucht.

Seniorinnen und Senioren sind oft Singles und würden sich schon aus diesem Grund über Kleinpackungen freuen. Ab5zig ist der Frage nachgegangen, ob in Österreich von Kaufzurückhaltung etwas zu merken ist. Die gute Nachricht ist: Das Konsumverhalten von älteren Menschen ist (fast) unverändert. Aber die Österreicher, jüngere wie ältere, sparen deutlich weniger als noch vor ein paar Jahren.

Die „Sparneigung“ hat binnen 3 Jahren von früher 11 Prozent auf jetzt 7,5 Prozent abgenommen. Es kann weniger Geld auf die hohe Kante gelegt werden. Auf Nachfrage versichert man bei Unilever in Österreich, dass mit der Meldung von der neuen Armut vor allem die Lage in Südeuropa gemeint war - Stichwort Griechenland.
Hierzulande habe man immer schon verschiedene Packungsgrößen angeboten. 


„Sparkandidat Alkohol“ 

Dr. Rudolf Bretschneider vom Marktforschungsinstitut GfK sieht für Österreich derzeit keine Kaufzurückhaltung. Im Gegenteil, Österreich liegt in der „Anschaffungsneigung“ in Europa hinter Deutschland auf dem zweiten Platz. Wird das Geld knapp, so weiß man aus Erfahrungen, etwa aus der Krise in Russland, wird erst bei Ausgaben wie für Auto oder Urlaub gespart. Auch alkoholische Getränke sind frühe „Sparkandidaten“.

Sonst ändert sich am täglichen Einkauf wenig. Die laufenden Erhebungen seines Instituts haben nur minimale Verschiebungen im Konsumverhalten der Generation 65+ in Österreich ergeben. 
Für Fertiggerichte – oft Singlepackungen – wurde von Seniorinnen und Senioren zuletzt deutlich mehr ausgegeben als noch vor einem Jahr, auch die Mengen sind gestiegen. Für Waschen und Reinigung haben die gekauften Mengen in diesen Altersgruppen leicht abgenommen. Alkohol hat bei den SeniorInnen aber einen echten „Rückschlag“ erlebt. Er wurde deutlich weniger und seltener gekauft als noch vor einem Jahr. 

Österreichs Marktführer im Handel, Billa und Spar, betonen beide, ganz besonders auf die Möglichkeiten der älteren Menschen einzugehen. Spar- Sprecherin Nicole Berkmann hebt hervor, dass z. B. Fleisch und Wurst in allen Spar Märkten in Bedienung und daher in kleinen Mengen zu haben sind: „Das ist uns wichtig“.

Für Billa verweist Mag. (FH) Karin Nakhai auf die Chef-Menüs: „Gut ein Drittel der Käufer ist über 50“. Exakt kann das aber nur schwer erhoben werden, da auch jüngere Personen für ältere einkaufen. 

Finden Sie genügend passende Angebote und genügend Kleinpackungen in den Regalen des Handels? Schreiben Sie uns!


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