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Elga, eine unendliche Geschichte

Autor: Ingrid Korosec

Ingrid Korosec

Wissen Sie was ELGA bedeutet? Hat mit dem schönen Namen „Helga“ nichts tun, will sich uns aber irgendwie vertraut machen. Seit Jahren schon laufen Bemühungen von Seiten des Gesundheitsministeriums und der Sozialversicherungen, alle Informationen, die über die Krankheiten von Patienten gesammelt werden, zentral zu speichern. Im Ernstfall könnte dann jeder Arzt, jede Ärztin überall einsehen, woran man leidet oder gelitten hatte. Nach einem Unfall etwa, würde so wertvolle Zeit gewonnen werden. Aber auch im ganz normalen Patientenalltag könnte viel eingespart werden, z.B. viele teure Doppelbefundungen: Röntgen vom Hausarzt, dann durch den Facharzt und schließlich nochmal im Spital u.s.w.

 

Seit es das Vorhaben gibt, wird von vielen Ärzten und den Datenschützern ebenso Stimmung dagegen gemacht. „Der gläserne Patient“ wird als Schreckgespenst an die Wand gemalt. Am Ende könnten vielleicht sogar Privatversicherungen oder ein künftiger Arbeitgeber - erlaubt oder unerlaubt - Einsicht nehmen, was uns fehlt. So dreht sich das Projekt im Kreis und nichts geht weiter. Ich bin dafür, bestmöglichen Datenschutz vorzusehen. Außerdem muss der Patient die Möglichkeit haben, das Speichern der Daten zu verweigern. Unter diesen Voraussetzungen soll ELGA umgesetzt werden, denn die Vorteile überwiegen.

 

 

ingrid.korosec@kronenzeitung.at