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Caritas, Spar und Wiener Seniorenbund

Die gemeinsame Idee „Beratung im Supermarkt“ wird gut angenommen

Caritas, Spar und Wiener Seniorenbund
Thomas-Peter Siegl von der Caritas (links) und Robert Staudigl, Geschäftsleiter des INTERSPAR Q 19, freuen sich mit Ingrid Korosec über die positive Aufnahme bei den Besuchern.

Unsere Leserinnen und Leser werden sich daran erinnern: Schon mehrmals haben wir berichtet, dass die Caritas und Spar unseren Vorschlag aufgegriffen haben, Beratungsleistungen für Hilfe und Pflege daheim dort anzubieten, wo die Menschen immer wieder hinkommen. In diesem Fall ist es der Supermarkt. Die Menschen sollten sich dafür nicht extra in ein Amt bemühen müssen, sondern die Beratung sollte zu ihnen kommen. Diese Idee hatte die Vorsitzende des Wiener Seniorenbunds in einem Zeitungsbeitrag geäußert. Spar und Caritas griffen sie begeistert auf.

Der Versuch ging als erstes im großen Sparmarkt im Q 19 in Wien-Heiligenstadt über die Bühne. Dort gibt es eine hohe Kundenfrequenz und genügend Platz noch dazu. In diesem Jahr wurden die Beratungen fortgesetzt. 1 x im Quartal im Q 19, außerdem in einem Pilotprojekt in den Spar-Märkten in Bruck an der Leitha, St. Pölten und Mistelbach. Jeweils 2–3 Caritas-Berater waren pro Termin im Einsatz.

Thomas-Peter Siegl, Bereichsleiter Mobile Dienste bei der Caritas Wien berichtet, dass das neue Angebot sehr gut angenommen wurde: „Es kamen jedes Mal zwischen fünfzehn und zwanzig Personen für eine Beratung.“ Die gefragtesten Themen waren Pflegegeld, 24-Stunden-Betreuung, Notruf, Mobile Betreuung zu Hause und die Sorge, ob und wie sehr sich die Gemeinde an den Kindern durch Regress schadlos halten wird, falls die Eltern Heimbetreuung brauchen. Die meisten erkundigten sich für sich selbst oder Verwandte, viele aber auch für eine Nachbarin oder einen Nachbarn. „Das Angebot ist sehr positiv aufgenommen worden“, sagt Siegl dazu.

Für ihn ist es klar, dass die Caritas versuchen wird, auf diesem Weg weiter zu machen. Siegl will sich bemühen, auch in weiteren Spar-Standorten Beratungen organisieren zu können, besonders in Gegenden, wo viele alte Menschen leben, z.B. im 5. oder im 8. Bezirk in Wien. Darüber hinaus würde er sich einen „Beratungsbus“ wünschen, um vor Märkten oder auf anderen Plätzen auffahren zu können: „Wir wollen die Beratung mitten ins Leben holen.“