Home Aktuell

Home Archiv

Korosec

Hos

Wichtiges in Wien

Politik

Kultur

Obergrenze für Rezeptgebühr

Autor: Ingrid Korosec


Seniorenbund setzt sich durch!

Jahrelang hat der Seniorenbund vor allem im Sinne jener Seniorinnen und Senioren, die an einer chronischen Krankheit leiden bzw. regelmäßig Medikamente nehmen müssen darauf gedrungen, dass eine Obergrenze für die Medikamentenkosten eingeführt wird. Nun ist es gelungen! Unsere Hartnäckigkeit hat sich bezahlt gemacht.

Mit 1. Jänner 2008 wurde ein „Rezeptgebühren-Deckel“ eingeführt, der sich nach dem Netto-Einkommen richtet. Ab sofort sind höchstens zwei Prozent des Netto-Einkommens für Medikamente zu zahlen.

Beispiel:
Bei einem Nettoeinkommen von 12.000,– Euro im Jahr (das entspricht etwas mehr als der Durchschnittspension), sind das also höchstens 240,– Euro jährlich. Das entspricht der Gebühr für 50 Medikamente im Jahr. Ab dem 51. wird die Rezeptgebühr erlassen.

Die Informationen dafür sollen per e-Card gespeichert werden - in einer Datenbank im Hauptverband der Sozialversicherungen. In Summe werden etwa 300.000 Personen von der Rezeptgebühren-Obergrenze profitieren. Bei erwerbstätigen Personen soll für unselbstständig Beschäftige eine Art Nettoersatzrate berechnet werden, oder es gilt der letztverfügbare Steuerbescheid als Berechnungsgrundlage für Selbstständige.

Einen Wermutstropfen bei der Rezeptgebühr gibt es allerdings: Sie wird von 4,70 Euro auf 4,80 Euro erhöht. Dafür aber ist auch die Einkommensgrenze für eine Befreiung von der Rezeptgebühr wieder höher, da sie an die Richtlinien für eine Ausgleichszulage gekoppelt ist. Für Einzelpersonen gilt daher eine Einkommensgrenze von 747,– Euro und für Ehepaare 1.120,– Euro.

Die neue Obergrenze für die Rezeptgebühr zeigt jedenfalls neuerlich, dass Forderungen, die vehement vorgebracht und hartnäckig verfolgt werden, letztendlich doch zum Erfolg im Sinne unserer Seniorinnen und Senioren führen.