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Die Senioren setzen sich durch

Autor: Ingrid Korosec


Liebe Leserinnen und Leser, wenn man das neue Regierungsprogramm liest, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass sich die Seniorinnen und Senioren durchsetzen können. In den Verhandlungen zwischen den beiden großen Parteien wurde vieles berücksichtigt, was wir als Sprecher der älteren Generation seit langem gefordert haben. Zugegebenermaßen ist nur wenig davon schon wirklich fixiert. Aber immerhin gibt es Fahrpläne, um diese Themen bestmöglich zu lösen. Spätestens nach 2 oder 3 Jahren Koalition werden wir alle eine Zwischenprüfung einlegen um zu sehen, ob die Versprechungen gehalten wurden. Ich werde sicher zu jenen gehören, die schon vorher immer wieder auf den Tisch klopfen werden und Lösungen einfordern.

Zu den Themen, die so berücksichtigt werden sollen, gehört der Preisindex für Pensionisten für die Ermittlung der jährlichen Pensionserhöhungen. Pensionisten haben andere Kaufgewohnheiten als die junge und mittlere Generation. Es hilft ihnen z.B. nicht, wenn Computer und Elektronik billiger, dafür aber Lebensmittel und das Heizen teurer werden. Der normale Verbraucherpreisindex nimmt auf die Situation der Pensionisten wenig Rücksicht. Eine Arbeitsgruppe soll hier Vorschläge machen. Wie überhaupt der gesamte Komplex Pensionen geprüft werden wird. Ziel ist es, sie langfristig abzusichern.

Endlich kommt auch Bewegung in die Ruhensbestimmungen! Wie oft wurde schon gefordert, dass man auch in der vorzeitigen Alterspension etwas dazu verdienen können soll. Jetzt ist das nur geringfügig möglich. Sehr viele Frühpensionisten finden sich aber unfreiwillig in der Pension wieder, sie wurden aus ihren Betrieben hinausgedrängt. Könnten sie danach wenigstens tage-oder stundenweise weiterarbeiten, würden sie ihre beruflichen Fähigkeiten behalten oder gar weiterentwickeln, ihre finanzielle Lage verbessern, an das Sozialsystem zusätzliche Abgaben leisten und persönlich zufriedener sein. Bis Ende 2009 sollen Vorschläge vorliegen.

Auch die angekündigte Steuerreform kommt den Seniorinnen und Senioren zugute. Die Grenze, ab der man überhaupt Steuer zahlen muss, soll etwas angehoben werden, für Beträge darüber wird der Steuersatz gesenkt. Je nach bisheriger Steuerleistungen soll sich ein jeder zwischen 397 und 1350 Euro im Jahr ersparen.

Die Kapitel Gesundheit und Pflege sollen langfristig abgesichert werden. Bei der Pflege hat man endlich erkannt, wie wichtig dieses Problem für die Menschen ist. Man will über zusätzliche Angebote und zusätzliche Hilfen beraten. Auch pflegende Angehörige sollen entlastet werden. All das sind Projekte, die hoffentlich bald umgesetzt werden.


ingrid.korosec@kronenzeitung.at