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Sozialversicherung kassiert bei den vielen kleinen Selbständigen voll ab

Autor: Ingrid Korosec

Ingrid Korosec

Die Pensionen werden nicht mehr entsprechend der Inflationsrate erhöht und wenn PensionistInnen dazuverdienen wollen oder müssen, werden sie dafür bestraft. So haben wir uns unsere Pensionsjahre wahrlich nicht vorgestellt!

Wer in der Alterspension einer Erwerbstätigkeit nachgeht, wird arg zur Kasse gebeten. Meist muss man in diesem Alter selbständig arbeiten. Wenn man mit dem neuen Verdienst aber die Höhe der „geringfügigen“ Beschäftigung übersteigt, wird es gefährlich.

Als „geringfügig“ gilt ein Monatseinkommen von 376,26 Euro – oder bei kurzfristiger Beschäftigung ein Tagesbezug von nur 28,89 Euro im Schnitt. Für alles mehr muss man voll an die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft Beiträge zahlen!

Zusätzliche Krankenversicherung (die man nicht braucht) und neue Pensionsversicherung (von der man nichts mehr hat). Die Mindestbeiträge sind gewaltig:
Für „Gewebetreibende“, also für Personen, die für ihrer Tätigkeit einen Gewerbeschein brauchen 455,19 Euro pro Vierteljahr.
Freiberufler zahlen „nur“ 325,92 Euro im Vierteljahr. A

uch den vielen jungen Menschen, die unfreiwillig selbständig sind, geht es nicht anders.

Kein Wunder, dass der Pfusch blüht. Wir brauchen dringend eine bessere Regelung für die vielen selbständigen Kleinverdiener!

 

ingrid.korosec@kronenzeitung.at