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Vorrang für unsre Kinder!

Autor: Ingrid Korosec

Ingrid Korosec

„Auf ins dritte Leben“ hatte ich meine Kolumne in der „Krone“ von Anfang an benannt. Damit will ich uns alle, die in den älteren Semestern sind, ermuntern, die Möglichkeiten wahrzunehmen. die uns die Jahre nach Beruf und/oder Familie bieten,

Wer jetzt noch berufstätig ist, ist es meist freiwillig. Und wer Kinder großgezogen hat, weiß sie mittlerweile hoffentlich auf ihrem Weg und muss sich nicht mehr täglich um sie sorgen.

Aber die Sorgen um die Kinder hören natürlich nie auf – sie sind Teil unseres Lebens. Was heißt ein Teil – für viele sind sie der wichtigste Inhalt. Gerade in der Weihnachtszeit ist uns das stark bewusst.

Wenn wir nun im „dritten Leben“ mehr Zeit und mehr Möglichkeiten für unsere Kinder haben, ist das ein wunderbarer Zustand.

Kinder sind aber auch für unsere Gesellschaft das wichtigste Potenzial! Ihre Ausbildung und ihre Betreuung muss vorrangiges Anliegen sein. Ich wage zu sagen, mehr Anliegen als neue Tunnel oder neue Autobahnen.

Wenn wir uns nicht energisch für unsere Kinder einsetzen, verspielen wir damit ihre Zukunft. Auf den schönen Autobahnen würden immer weniger (einheimische) Autos fahren, wenn wir unseren Kindern keine gute Ausbildung bieten.

Das heißt für mich beispielsweise, dass ganztägige Betreuung flächendeckend angeboten werden muss. Schon seit Jahrzehnten sind in den meisten Familien Vater und Mutter berufstätig, das sollte sich herumgesprochen haben. Zudem finden nicht alle Kinder zu Hause die ideale Umgebung, so ehrlich muss man sein.

Es ist daher klar, dass wir eine qualifizierte Tagesbetreuung für unsere Kinder brauchen. Wir Großeltern sind gerne zu Sondereinsätzen bereit, bei Krankheit, im Urlaub, es gibt viele Anlässe. Aber die ständige Betreuung unserer Kinder muss über die Schulen organisiert werden. Aber ich betone: Für alle, die es wollen! Es soll kein Muss sein. Wenn Kinder ihre Nachmittage in angenehmer Atmosphäre zu Hause verbringen können, umso besser.

Genau so wichtig ist die medizinische Betreuung. Mediziner und Sozialwissenschafter wissen, dass Prävention schon im Kindesalter ansetzen muss, z. B. mit richtiger Ernährung und mit Sport. Eine andere wichtige Frage ist, wie wir unsere Kinder davor bewahren, von Drogen verführt zu werden.

Und erst recht wichtig ist es, Kindern im Krankheitsfall genügend Therapieplätze anbieten zu können. Was etwa die Möglichkeit zur Psychotherapie oder für Rehabilitation betrifft, sind Kinder nach wie vor „Stiefkinder“. Wir Senioren kämpfen natürlich auf Seiten der Kinder!

 

ingrid.korosec@kronenzeitung.at