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Hallux valgus -Wo der Schuh drückt

In Zusammenarbeit mit den Fachärzten der Evangelischen Krankenhäuser Wien.

Auskunft: Tel. +43-1-404 22 503


Von Oberarzt Dr. R. Koppelent 

Der Mensch macht durchschnittlich 18.000 Schritte am Tag und umrundet in seinem Leben die Erde 3 - 4 mal. Unsere Füße müssen bei jedem Schritt mit dem Dreifachen unseres Gewichts fertig werden, das sind rund 1000 Tonnen Belastung pro Tag. Eine wahrlich tragende Rolle! Klima- und kulturbedingt die größte Zeit des Jahres unter Verschluss gehalten und mit spitzen, engen und hochhackigen Schuhen gemartert, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass es insbesondere bei Frauen im mittleren Lebensalter irgendwann zu krankhaften Veränderungen des Vorderfußes kommt. Ein Beitrag von OA Dr. Ronald Koppelent.

Hallux valgus ("Hammerzehe")
Bereits bestehende Spreizfüsse verstärken sich durch eine hormonell bedingte Überbeweglichkeit der Bänder, was zu einem verbreiterten Vorfuß, Hornhautschwielen, entzündetem Schleimbeutel, schmerzhaftem Knochenanbau ("Frostballen"), veränderter Zugrichtung der Sehnen und schlussendlich zu einer Fehlstellung der Großzehe führen kann ("Hallux valgus").

Als unangenehme Begleiterscheinung beim Hallux bzw. Spreizfuss trifft fast immer eine Krümmung der zweiten Zehe auf, die sogenannte "Hammerzehe", die Beugekontraktur zwischen Mittel- und Grundglied wird als "Krallenzehe" bezeichnet. Durch Schuhdruck entstehen Hornhautschwielen und Hühneraugen, die durch Filzringe entlastetet werden können.

Zu den Spreizfuß- und Großzehenveränderungen gesellschaften sich meist auch Deformitäten der restlichen Zehen. Konservative Therapieversuche mittels Schienen und Zehenspreizer werden in Folge komplexer Knochen- und Weichteilveränderungen langfristig keine Besserung bringen. Operativ korrigiert man diese Fehlstellung durch Entfernung des Köpfchens des Grundgliedes.

Etwa 150 verschiedene Operationstechniken
Die Wahl der Operationstechnik ist vom Grad der Verformung abhängig. Wurde früher der Hallux fast ausschließlich durch Abmeißeln des seitlichen Knochenanbaues und eine teilweise Entfernung des Großzehengrundgelenkes behoben, wird diese Methode heute in der Regel nur mehr bei schmerzhaften, degenerativen Veränderung im Großzehengrundgelenk angewendet.

In den meisten Fällen versucht man, den Fuß wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen - die Stellung der Großzehe wird korrigiert, das durchgetretene Fußgewölbe teilweise wieder aufgebaut und auch an den Weichteilen (Sehnen, Bänder) operiert, bis die Stellung der großen Zehe wieder "passt". Besteht lediglich ein störender Knochensporn am Ballen, wird sich der Orthopäde für eine Abfräsung entscheiden.

Ambulant oder stationär
Hallux-Operationen können - falls der Patient nicht ausdrücklich eine Vollnarkose wünscht - in örtlicher Betäubung und ambulant vorgenommen worden. Es ist allerdings ratsam, doch einige Tage im Krankenhaus zu verbringen, da Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse auftreten können. Bei den meisten Operationsmethoden ist eine sofortige Belastung mit einem Spezialschuh mit starrer Sohle gestattet.

Der Vorfuß stellt einen wichtigen Teil des Bewegungs- und Stützapparates dar - deswegen sollten Eingriffe, falls nötig, so früh wie möglich erfolgen. Denn wie drückte es Leonardo da Vinci so schön aus - "Der menschliche Fuß ist ein technisches Meisterwerk" und über Meisterwerke sollte man mit Argusaugen wachen!

Zusammenfassung
Jede Vorfußdeformität verlangt nach einer speziellen, individuellen Operationsmethode. Die Zeiten, wo man mit einem Standardeingriff alle Hallux- und Hammerzehenveränderungen sanierte, sollten der Vergangenheit angehören. Über die neuen Möglichkeiten der Vorfußchirurgie informiert sie gerne ein erfahrener Orthopäde.

OA Dr. Ronald Koppelent
Tel.Nr. 503 41 00








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