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Wenn die Sehnen streiken

In Zusammenarbeit mit den Fachärzten des Evangelischen Krankenhauses Wien. Tel. +43-1-404 22 503


Die Bewegung eines Gelenkes wird durch das Anspannen und Entspannen des umgebenden Muskel-Sehnenmantels ermöglicht. Die Sehnen sind die Verankerungsstellen der kontraktilen Einheit am Knochen. Veränderungen in den Sehnenansätzen führen zu einer Funktionsminderung der dazugehörigen Muskulatur. Bevorzugte Lokalisationen für Sehnenprobleme sind der Ellbogen (Epicondylitis), Hand- und Fingergelenke, das Hüft- und Kniegelenk sowie die Ferse. Ein Beitrag von OA Dr. Sabine Junk-Jantsch

Epicondylitis (Tennisarm, Golferellbogen):
Am Ellbogengelenk führen immer wiederkehrende einseitige Beanspruchungen zu Veränderungen der Sehnenelastizität und zu Schmerzen an den knöchernen Ansatzstellen der Streck- oder Beugemuskulatur.

Das Ziel der Behandlung ist es, die auslösende Überlastung zu beiseitigen und gleichzeitig die Verkürzung oder Verkrampfung der Muskulatur zu lösen. Dies geschieht durch Dehnungsübungen und physikalische Maßnahmen wie Ultraschall, Jontophorese, örtliche entzündungshemmende Injektionen oder in hartnäckigen Fällen operativ.

Sehnenscheidenentzündung
Sehnenscheidenentzündungen an Hand- und Fingergelenken sind ebenfalls durch Über- oder Fehlbelastungen bedingt. Die oben genannte Therapie wird häufig durch ruhigstellende Verbände (Schienen oder Gips) über einige Wochen ergänzt.

Die Kniescheiben
Das Kniescheibenspitzensyndrom ist bei sportlich aktiven Menschen bekannt und äußert sich durch Schmerzen zwischen dem unteren Kniescheibenpol und dem Ansatz der Sehne an der vorderen Schienbeinkante. In diesem Bereich kommt es zu Schmerzen beim Bergabgehen, Laufen, Knien oder Hockerln.

Auch hier sind wiederum physiotherapeutische Maßnahmen, gezielte Heilgymnastik und Dehnungsübungen sowie Schonung und Vermeidung der auslösenden Bewegungen die Therapie der Wahl. Selten ist es notwendig eine Entlastung der Sehne durch eine Operation durchführen zu müssen.


"Schnappende Hüfte"
Die schnappende Hüfte erzeugt Schmerzen an der Außenseite des Oberschenkels und ist bedingt durch eine chronische Schleimbeutelentzündung unter einer stark gespannten Sehnenplatte. Die Beschwerden sind besonders beim Aufstehen aus dem Sitzen bzw. beim Liegen auf der erkrankten Seite störend.

Auch hier ist primär die konservative Therapie mit heilgymnastischen Übungen, lokalen Infiltrationen und weiteren physikotherapeutischen Maßnahmen in der Lage Besserung zu erreichen. Ist eine operative Therapie notwendig, so wird durch Spalten der Sehnenplatte eine lokale Druckentlastung des Schleimbeutels durchgeführt.

Achillessehne
Sehr unangenehm ist die sogenannte Achillodynie. Das sind Schmerzen im Bereiche der Achillessehne, bedingt durch Entzündung und teilweises Einreissen der Sehnenfasern. In der Folge kann es unbehandelt zu einem kompletten Durchreissen der Achillessehne kommen.

Die Behandlung beginnt bei Zurichtung des Schuhwerkes durch Absatzerhöhung und spezielle dämpfende Einlagenversorgung und wird ergänzt durch physikalische Maßnahmen wie Ultraschall und Jontophorese. Es gilt das Mißverhältniss zwischen Belastung und Belastbarkeit zu beseitigen. Bei übergewichtigen Patienten mit Erhöhung von Cholesterin und Triglyzeriden wird die Normalisierung der Blutfette und die Gewichtsreduktion angestrebt.

Lokale Infiltrationen an das Sehnengewebe in die Gleitschichte verbessern die Beschwerden wesentlich. Bei mehrmonatiger Therapieresistenz ist es sinnvoll die operative Entlastung der Achillessehne mit Ausschneiden der abgestorbenen Sehnenfasern anzustreben und nicht zu warten bis es zu einem kompletten Achillessehnenriß gekommen ist. Nach chirurgischen Eingriffen an der Achillessehne ist eine Ruhigstellung im Gipsverband oder in einem Spezialschuh für ca. 6 Wochen notwendig.

OA Dr. Sabine Junk-Jantsch
Tel.Nr. 505 35 81








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