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Wirbelsäule: So kann geholfen werden

In Zusammenarbeit mit den Fachärzten des Evangelischen Krankenhauses Wien. Tel. +43-1-404 22 503


Über 80 Prozent aller Menschen leiden im Laufe ihres Lebens zumindest einmal an Wirbelsäulenbeschwerden. Die Wirbelsäule und Wirbelsäulenerkrankungen ändern sich jedoch mit dem Alter. Beitrag von Prof. Dr. Gerald Pflüger.

Bis zum 35.oder 40. Lebensjahr herrschen Funktionsstörungen vor, deren genaue Ursache häufig unbekannt bleibt. Im Verlauf des Alterungsprozesses kommt es zu einem zunehmenden Elastiziäts- und Höhenverlust der Bandscheiben und zu Rißbildungen mit dem Ergebnis der gestörten Beweglichkeit zwischen den Wirbelkörpern (Wirbelgleiten). Nach dem 60.Lebensjahr treten Abnützungsvorgänge in den Vordergrund.

Dies bedingt die sogenannte Spondylarthrose (Wirbelbogengelenksarthrose), die Spondylophytenbildung (Randzackenbildung), sowie die Verdickung der im Wirbelkanal verlaufenden Bänder.

Die daraus entstehenden Beschwerden äußern sich abgesehen von lokalen Schmerzen insbesondere durch zunehmende Gangunsicherheit, und schmerzbedingte Einschränkung der Gehstrecke. Osteoporotische Wirbelbrüche finden sich ebenfalls in diesem Lebensabschnitt. Bandscheibenvorfälle können in jedem Lebensalter auftreten.

Es beginnt ab 40
Wirbelsäulenbeschwerden treten am häufigsten bei 40 bis 50-jährigen auf. Dann nimmt die Häufigkeit derartiger Beschwerden ab. Dies sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß viele Senioren unter erheblichen Wirbelsäulenbeschwerden leiden. Es sind Funktionen des täglichen Lebens, wie Schuhe zubinden, einkaufen oder spazieren gehen, oder in der Nacht Durchschlafstörungen. Damit tritt eine wesentliche Behinderung ein.

Dem ausgeprägten Leidensdruck stehen häufig Behandler mit fatalistischer Einstellung gegenüber, die ihre Therapien auf das Nötigste beschränken, in der Meinung, daß alte Menschen unabänderlich an Schmerzen des Bewegungsapparates und insbesondere der Wirbelsäule leiden müssen.

Es kann geholfen werden
Noch vor 10 Jahren wurde mit Ausnahme von Druck-Entlastungseingriffen bei Bandscheibenvorfällen oder Wirbelkanalverengung (Vertebrostenose) selten eine Wirbelsäulenoperation bei alten Menschen durchgeführt. Dieser therapeutische Nihilismis hat jedoch in den letzten Jahren einen grundsätzlichen Wandel erfahren. Die operative Therapie von bösartigen Wirbelsäulenveränderungen wurde auf immer ältere Menschen ausgedehnt, mit dem Ziel, die Gehfähigkeit des Patienten aufrecht zu erhalten und zu vermeiden, daß der betroffene Patient monatelang querschnittgelähmt im Bett liegen muß.


Osteoporotische Wirbeleinbrüche, die bislang mittels monatelanger Miederversorgung und Schmerzmitteleinnahme behandelt wurden, können heute mit der sogenannten Ballon-Kyphoplastik, einer minimalinvasiven Methode (Chirurgie der kleinen Schnitte), während eines 3-tägigen Spitalsaufenthaltes ausgeheilt werden.

Mittels spezieller Operationstechniken können abnützungsbedingte Wirbelverschiebungen auch beim älteren Patienten mit guten Erfolgen korrigiert werden.

Alter ist keine Krankheit an sich, wohl aber treten Krankheiten im Alter häufiger auf. Internistische Begleiterkrankungen führen naturgemäß zu einem erhöhten Operationsrisiko. Im Falle einer chronischen und mit konservativen Maßnahmen nicht beherrschbaren Schmerzproblematik muß die Aussicht auf ein lebenswertes Leben auf der einen Seite, und das Risiko einer Operation auf der anderen Seite, gemeinsam mit Internisten und Anaesthesisten abgewogen werden.

Prim. Univ.Prof. Dr. Gerald Pflüger
Telefon 479 29 79








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