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Fragen & Antworten (Knie&Hüfte, Osteoporose, Hormone&Rauchen, Schmerzen)

Antworten auf Ihre Gesundheitsfragen

In Zusammenarbeit mit den Fachärzten des Evangelischen Krankenhauses Wien. Tel. +43-1-404 22 503


Frage: Was tun, wenn einen über Jahre unerträgliche Knie- oder Hüftschmerzen plagen und alle konservativen Behandlungen keine Schmerzlinderung bringen?

Prim. Univ.-Prof. Dr. Gerald Pflüger (Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie):
Abnützungen an Hüft- und Kniegelenken werden mit steigender Lebenserwartung immer häufiger. Grundsätzlich kann man bei jedem Menschen unabhängig von seinem Lebensalter, wenn es der Allgemeinzustand erlaubt, eine Operation zur Schmerzbefreiung durchführen. In diesen Fällen wird das abgenützte Gelenk durch ein Kunstgelenk ersetzt. Sowohl am Knie- als auch am Hüftgelenk kann dieser Eingriff auch ohne Narkose durchgeführt werden, und es ist mit einer schnellen Genesung zu rechnen. Nach einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer im Krankenhaus von 2-3 Wochen ist die Mehrzahl der Patienten wieder in häusliche Pflege oder zu einer Kur entlassbar. Das Ziel einer derartigen Operation ist die Beseitigung der Schmerzen und Wiedererlangung der verlorenen Gelenksfunktion und somit das Führen eines normalen Lebens.

 

Frage: Kann Osteoporose durch Physikalische Therapie beeinflusst bzw. vorbeugend behandelt werden? Prim. Dr. Peter Biowski (Facharzt für Physikalische Medizin - Rheumatologie): Sowohl die alters-, hormonmangelbedingte oder durch Ruhigstellung (Gips) verursachte Osteoporose kann durch Physiotherapie positiv beeinflusst werden. Um dem Östrogenmangel entgegen zu wirken, können Mooranwendungen in Form von Packungen und Bädern verordnet werden. Alle durchblutungsfördernden Maßnahmen wie Wärmepackungen und Elektrotherapie bewirken durch die Druckvermehrung eine reaktive Stärkung der Knochenwiderstandsfähigkeit und schützen so als ursächliche Therapie vor Knochen- und Wirbeleinbrüchen. Als weitere Therapiesäule bietet sich die Sonnen- und Ultraviolettlichtbestrahlung an, da dadurch die mit der Nahrung aufgenommenen Vitamin D Vorstufen in das für die Calziumeinlagerung aktive Vitamin D umgewandelt werden.

 

Frage: Meine Knochendichte wurde mit 93% festgestellt. Ich habe eigentlich keine der üblichen Wechselbeschwerden und möchte keine Hormone zu mir nehmen. Prim. Dr. Peter Altmann (Facharzt für Gynäkologie): Die Osteoporose hat einen schleichenden Verlauf und verursacht zu Beginn auch keine subjektiven Symptome. Sollten Sie sich derzeit noch zu keiner Hormontherapie entschließen können, würde ich vorschlagen, die Knochendichtemessung in einem Jahr wiederholen zu lassen. Liegen die Werte dann 3% tiefer als derzeit, würde ich dringend zur Therapie raten. In der Zwischenzeit können Sie durch reichlich Bewegung, sportliche Betätigung und calciumreiche Nahrung die Knochenbildung günstig beeinflussen.

 

Frage: Ich rauche täglich ca. 20 Zigaretten. Vor Jahren hat mir mein Frauenarzt aus diesem Grund die Pille nicht verschreiben wollen. Jetzt aber soll ich wegen meiner klimakterischen Beschwerden Hormone zu mir nehmen, obwohl ich meine Rauchgewohnheiten nicht geändert habe. Prim. Dr. Peter Altmann: Die bei klimakterischen Beschwerden zur Anwendung kommenden natürlichen Östrogene haben sogar einen gefäßerweiternden Effekt und stellen daher für Raucherinnen keine Kontraindikation dar.

 

Frage: Kann man gegen meine dauernden Schmerzen etwas tun, oder muss ich sie zeitlebens ertragen? Prim. Univ.-Prof. Dr. Erich Neumann (Facharzt für Innere Medizin):Der Schmerz ist ein sinnvolles Alarmsignal des Körpers und jeder Schmerz muss hinsichtlich seiner Ursachen abgeklärt werden. Stellt sich bei der Untersuchung heraus, dass die Ursache des Schmerzes nicht behebbar ist (z.B. mangelnde Operationsfähigkeit, Schmerzen nach Gürtelrose, Polyarthritis etc.), so darf mit einer rein symptomatischen Schmerzbehandlung begonnen werden. Mit anderen Worten: nicht die Ursache, sondern das Symptom "Schmerz" wird behandelt.

 

Dabei kommen zunächst die herkömmlichen Schmerzmittel, die alle auch entzündungshemmend wirken, zum Einsatz. Wird mit diesen das Auslangen nicht gefunden, werden "schwache Opioide" und dann "starke Opioide" (Abkömmlinge des Morphiums) eingesetzt. Alle diese Substanzen können im Regelfall geschluckt werden und haben niemals Sucht zur Folge, sodass die Dosis individuell bis zur Schmerzfreiheit gesteigert werden kann. Über 90% der Patienten sind mit diesem sogenannten Stufenschema schmerzfrei bzw. schmerzarm zu bekommen. Niemals aber sollte eine länger dauernde Schmerztherapie ohne vorherige fachärztliche Abklärung vorgenommen werden!

 








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