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Wann darf man auf Kur fahren?

Kur „auf Krankenkasse“: Leider kein Rechtsanspruch


Foto: Sole Felsen Bad Gmünd

Gestresst, müde oder schon etwas krank? Eine Kur kann Besserung bringen und schlimmeren Erkrankungen vorbeugen. Denn im Gegensatz zu einer Rehabilitation, die zur Wiederherstellung nach Krankheiten oder Unfällen dient, soll ein Kuraufenhalt die Gesundheit aufrechterhalten.

 

„Bei einer Kur geht es mehr um Vorbeugung als um Reparatur“, sagt Dieter Holzweber vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger. Typische Leiden, die bei einer Kur behandelt werden, sind etwa chronische Rückenschmerzen, Atemwegserkrankungen oder Kreislaufbeschwerden. Ob ein Kuraufenthalt sinnvoll ist, muss der behandelnde Arzt beurteilen. Er ist es auch, der den Antrag stellt und an den zuständigen Sozialversicherungsträger, also Krankenkasse, Pensions- oder Unfallversicherung, schickt. Einen Rechtsanspruch auf eine Kur gibt es nicht.

 

Kein Gratisurlaub

Ein solcher Kuraufenthalt dauert drei Wochen. Wenn eine „stationäre Kur“ bewilligt wurde, wird man in einem Vertragshaus der Sozialversicherungsträger untergebracht. „Das Quartier kann nicht selbst gewählt werden“, erklärt Dieter Holzweber. Bei Antritt der Kur hat man festgesetzte Regeln zu unterschreiben. „Damit soll sichergestellt werden, dass die Kur ihren Sinn erfüllt und nicht den Charakter eines Gratisurlaubes bekommt“, sagt Christina Ochsner von der Pensionsversicherungsanstalt. Man ist auch verpflichtet, die Behandlungen mitzumachen – sonst wird man nachhause geschickt. Bewilligt der jeweilige Sozialversicherungsträger den Kuraufenthalt, übernimmt er auch einen Großteil der Kosten. Der Patient zahlt einen Selbstbehalt, der vom Einkommen abhängig ist. Um Missbrauch zu vermeiden, wird eine Kur innerhalb von fünf Jahren maximal zwei Mal bewilligt. Allein im Jahr 2011 wurden 273.000 Anträge bewilligt, allerdings wurden nur 258.000 Kuraufenthalte dann wirklich konsumiert. „Manche Menschen haben bestimmte Vorstellungen, wenn sie eine Kur beantragen“, vermutet Dieter Holzweber vom Hauptverband, „wenn sie dann etwa an einen anderen Kurort geschickt werden, fahren sie einfach nicht hin.“ Im Normalfall erhält man einen Terminvorschlag, den man auch annehmen sollte. Nur aus wirklich wichtigen Gründen ist eine Verschiebung möglich. „Denn die Kur sollte ja möglichst bald angetreten werden“, begründet Gerhard Schumlits von der SVA.

 

Partner kann mitfahren

Wer nicht alleine auf Kur fahren möchte, kann grundsätzlich seinen Partner oder seine Partnerin mitnehmen. „Möchte man das, dann muss man mit der betreffenden Einrichtung direkt eine diesbezügliche Vereinbarung treffen“, erläutert Christina Ochsner. Besteht bei einem Kur-Patienten oder einer Kur-Patientin jedoch Pflegebedarf, so kann man bei der Antragstellung die Mitnahme einer Begleitperson vom Chefarzt bewilligen lassen, etwa bei sehbehinderten Personen.

 

Ambulante Kuren

Wenn keine stationäre Kur verordnet wurde, können auch Kostenzuschüsse für eine ambulante Kur bewilligt werden. „Man hat dann die Möglichkeit, sich seinen Aufenthalt in einer privaten Kuranstalt auszusuchen“, erklärt Dr. Margit Petershofer vom Kurhaus Petershofer im oberösterreichischen Wolfsegg. Der Vorteil: Die privaten Unterkünfte sind oft schöner ausgestattet als die Vertragshäuser der Sozialversicherungsträger. Zahlreiche Hotels mit Schwerpunkt auf Kur und Gesundheit bieten in ganz Österreich ihre Leistungen an. Das medizinische Niveau gilt als sehr hoch. Und meist liegen die Kurhotels in besonders schönen Gegenden, in Luftkurorten und an Thermalquellen. So kann man seinen Körper wieder fit machen für die Herausforderungen des Alltags.

 

Helmut Reindl








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