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Mehr Einwohner – weniger Ärzte

Die Zahl der Kassenstellen in Wien geht zurück


Ingrid Korosec, Gesundheitssprecherin der ÖVP-Wien: „Man muss genau hinsehen, in welchen Bezirken welche Ärzte fehlen.“

Wenn schon nicht vor einem Ärztemangel, so dürfte Wien bald vor einem Mangel an Kassenärzten stehen. Das befürchtet jedenfalls die Ärztekammer für Wien. Wien dürfte bei Anhalten des jetzigen Zuzugs bereits 2009 die Zahl von zwei Millionen Einwohnern übersteigen. Die medizinische Versorgung komme mit dieser Zahl aber nicht mit, kritisiert der Vizepräsident der Wiener Ärztekammer, Dr. Johannes Steinhart.

 

Bereits in den vergangenen zehn Jahren ist die Bevölkerungszahl Wien um 160.000 Personen gestiegen, führt die Ärztekammer ins Treffen. Aber anstatt das Kassensystem auszubauen, wurde es in diesem Zeitraum ausgedünnt. Folge des Sparkurses der Wiener Gebietskrankenkasse? Im Jahr 2000 hat es in Wien 1.668 Ärztinnen und Ärzte mit Kassenvertrag gegeben, heute sind es aktuell nur mehr 1.577, also rund 90 weniger.

 

Dr. Erwin Rasinger, Allgemeinmediziner in Wien und VPGesundheitssprecher, kennt die Situation bestens: „Die Spitäler versuchen, aus Kostengründen die Zahl der Patienten zu reduzieren. Und die Kassen versuchen gleichzeitig, die Zahl der Planstellen zu senken.“ In manchen Fächern sei die Kassenversorgung nach wie vor gut, in anderen aber eindeutig zu gering. Dort müssten die Patienten auf Privatärzte ausweichen. So gebe es auf die Kassen-Kernspintomographie Wartezeiten von vier bis sechs Wochen, für eine Schmerztherapie betrage die Wartezeit sogar drei Monate. In diesem Fach gibt es nur Ambulanzen an Spitälern, keine Ärzte mit Kassenvertrag. Ebenso sind Schilddrüsenbehandlungen nur in Ambulanzen möglich. Auch für Nierenpatienten, so Rasinger, sei das Ärzte-Angebot dürftig. In der Psychiatrie sind Kassenstellen seit Jahren rar, besonders eklatant ist der Mangel in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

 

Bezirke unterschiedlich gut versorgt
Dazu herrschen in Wien noch große regionale Unterschiede, betont Rasinger: „Die Fachärztedichte ist in den großen Flächenbezirken geringer als anderswo.“ Sprich, wer etwa im 22. Bezirk lebt, hat es schwieriger, den entsprechenden Kassen- Facharzt in Wohnortnähe zu finden, als jemand, der innerhalb des Gürtels zu Hause ist. Auch bei den Allgemeinmedizinern sei die Zahl der Kassenstellen heruntergefahren worden. Gerade ältere Menschen spüren es, dass ihr Hausarzt mehr und mehr überlastet ist und immer weniger Zeit für sie hat.

 

Die Wiener Gebietskrankenkasse sieht es anders: Erstens habe Wien im internationalen Vergleich sehr viele Ärzte. Zweitens plane man „Primärversorgungszentren“, wo mehrere Ärzte und Vertreter von Gesundheitsberufen wie Physiotherapeuten etc. zusammenarbeiten sollen. Das werde gerade für ältere Menschen Erleichterung bringen. Fragt sich, bis wann wird es diese Zentren geben?








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