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Keine Angst vor Leisten- oder Nabelbruch

In Zusammenarbeit mit den Fachärzten des Evangelischen Krankenhauses Wien. Tel. +43-1-404 22 503

Von Prim. Dr. Peter Jiru


"Ich glaube, ich hab mir einen Bruch gehoben!" - so klingt es im Volksmund, wenn Patienten beschreiben, dass sich bei ihnen ein Leistenbruch entwickelt hat. In der Tat ist es so, dass die Entstehung eines Leisten oder auch Nabelbruchs viel mit der plötzlichen Erhöhung des Druckes im Bauchraum, wie er beim Husten, Niesen oder eben beim plötzlichen Heben größerer Lasten vorkommt, zu tun hat.

Schonende Operationsverfahren
Wurden bis vor gar nicht so langer Zeit Leistenbrüche - selbst von erheblicher Größe - oft nur mit einem Bruchband versehen, steht heute eine Reihe sehr schonender Operationsverfahren zur Verfügung, die teilweise auch mit "Kreuzstich" oder sogar in rein örtlicher Betäubung durchgeführt werden können.

Klassische Methode nach Shouldice
Diese bewährte Operationsmethode basiert darauf, die Lücke im Leistenkanal mit direkter Naht zu verschließen. Es wird kein Kunststoffnetz verwendet, es wird durch die Naht aber eine gewisse Spannung erzeugt, die dem Patienten in den ersten Tagen nach der Operation etwas mehr Schmerzen bereitet. Auch ist die "Rezidivrate", also die Anzahl jener Patienten, bei denen irgendwann auf der operierten Seite neuerlich ein Leistenbruch entsteht, mit etwa 5-7% etwas höher als bei den anderen Methoden. Für die "Shouldice"- Operation ist nicht unbedingt eine Vollnarkose erforderlich. Insgesamt sind etwa 6 Wochen Schonung empfehlenswert.

Laparoskopische Hernienplastik
Seit etwa 13 Jahren setzen sich immer mehr laparoskopische, so genannte "Minimal Invasive" Operationstechniken durch: Von 3 kleinen Einstichen aus wird der Bruchsack wieder in den Bauchraum hineingezogen und die Bruchlücke von Innen mit einem Kunststoffnetz überdeckt, das innerhalb weniger Wochen fest mit der Umgebung verwächst. Vollnarkose ist notwendig. Es treten nur etwa 1% Rezidive auf. Die Patienten haben nur sehr wenig Schmerzen und können nach 2 Wochen ihren Alltag- auch leichten Sport- wieder beschwerdefrei bewältigen.

Lichtenstein-Operation
Dabei wird - ähnlich der klassischen Methode - der Bruchsack mit einem relativ kleinen Schnitt in der Leiste abgetragen und die Lücke mit einem etwas kleineren, genau angepassten Kunststoffnetz überdeckt. Die Patienten haben nur wenig Schmerzen und sollten sich etwa 3-4 Wochen schonen. Dieser Eingriff lässt sich sehr gut in örtlicher Betäubung durchführen. Die Rezidivrate liegt um 1%. Eine sehr einfache und sichere Methode.

Nabelbruch
Die Operation eines Nabelbruchs gestaltet sich vergleichsweise einfacher. So es sich, wie das meist der Fall ist, um einen kleinen Bruch handelt, genügt die Versorgung mir einer einfachen Naht, bei größeren Brüchen ist auch hier die Einlage eines Kunststoffnetzes erforderlich.

Operation ist notwendig!
Viele Menschen werden im Laufe ihres Lebens mit Problemen der Bauchdecke konfrontiert, sei es, dass sich ein klassischer Leisten- oder Nabelbruch entwickelt, nach einer vorausgegangenen Operation ein Narbenbruch entsteht oder dass vorerst unerklärliche Leistenbeschwerden auftreten, als deren Ursache sich oft ein kleiner Bruch herausstellt.

Es muss sich ja nicht gleich um einen eingeklemmten Bruch mit beginnendem Darmverschluss handeln, aber auch das ist eine - wenn auch seltene - Verlaufsform, die dann allerdings zu raschem handeln zwingt. Um eine solche, oft lebensbedrohliche Situation zu vermeiden, sollte jeder Leistenbruch oder auch Nabelbruch operiert werden.

Mit Hilfe der beschriebenen sehr schonenden Operationsmethoden ist dies mit einer nur geringen Schmerzbelastung und kurzen Rekonvaleszenzzeit möglich.

Service-Info:
Prim. Dr. Peter Jiru
Evangelisches
Krankenhaus Wien
Mitglied der European Hernia Society
Facharzt für Chirurgie
Tel.: 01/470 47 02








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