Home

Information

Klubs

Angebote

Schwarzes Brett

Computerforum

Gute Adressen

Spiele

Fotogalerie

Kontakt

Kultur

Suche

Archiv

Ankündigungen

Berichte

Info: Bildung

Info: Gesundheit

Gesundheit - aktuell

Selbsthilfegruppe

Pflege

Ernährung

Krankheit

Hilfe

Prävention

Methoden

Nachbehandlung

Komplementär

Zähne

Recht

Info: Sprechstunden

Info: Recht

Info: Pension

Info: Steuertipps

Info: Politik

Info: Sicherheit

Info: Tiere

Was die "Dritten" können müssen(2)

Von Göran Andersson


Anatomischer Abdruck und „Bißnahme“ sind nun erledigt. Als weiterer Vorgang werden Zahnform und Farbe ausgesucht. Hierbei kann und soll der Patient mitentscheiden. Grundsätzlich gelten folgende Regeln.

Kleine weiße, wie ein Gartenzaun aufgestellte Zähne, schauen immer falsch aus, da die natürlichen Zähne einem Alterungsprozess unterworfen sind. Sie werden dünkler, kantiger und mit Flecken und Verfärbungen versehen. Alte Jugendfotos, Hochzeitsbilder oder dgl. können höchstens dazu dienen, die charakteristische Gesichtsform zu unterstreichen.

Zu schöne Zähne schauen immer unnatürlich aus, eine richtig ,,lebendige“ Prothese in einem von den Jahren gezeichneten Gesicht - das ist die Natur. Äußern Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen bezüglich Form und Farbe und lassen Sie sich vom Arzt beraten, denn man soll nicht von weitem sehen, daß Sie neue Zähne haben!

Letzte Chance für Korrekturen
Auch über das Prothesenmaterial, die Zahnfleischfarbe und Ausführung muss gesprochen werden. Ob Termoplast, Polymethylmethacrylat oder ein anderer auf dem Markt befindlicher Kunststoff für den Patienten besser sind, kann nur durch ein Gespräch geklärt werden. Mit diesen so gewonnenen Unterlagen wird die Arbeit an das zahntechnische Labor zur weiteren Verarbeitung geschickt. Bei einer weiteren Sitzung hat der Patient die Möglichkeit, die noch nicht fertige Prothese zu probieren, um den optischen Eindruck beurteilen zu können. Zum Beispiel Form und Farbe. Sieht man genug von der Zahnreihe oder vielleicht zuviel? Stimmt die Mitte, sind die Falten um den Mund besser und die Mundwinkel geringer? Eventuelle Korrekturen sind jetzt noch leicht möglich.

Zum Schluss wird eine phonetische Sprechprobe vorgenommen, das Zählen von 50 bis 60 bringt sehr rasch Aufschluss über Schwierigkeiten bei gewissen Lautbildungen. Im fertigen Zustand sind eventuelle Korrekturen nur mit großen Problemen möglich.

Die Stunde der Wahrheit
Ein letzter, exakter Abdruck ist nun der Schlusspunkt dieser Sitzung. Jetzt wird die Arbeit erneut vom zahntechnischen Labor weiterbearbeitet. Der nächste Termin ist meistens mit einiger Aufregung verbunden, die Erwartung des Patienten ist sehr hoch. Ist die Arbeit so geworden wie es sich Patient und Arzt vorgestellt haben?

Für eine erfolgreiche prothetische Versorgung spielt eine große Anzahl von Faktoren eine gravierende Rolle. Durch die neuesten Materialien und Abdruckmethoden sind Voraussetzungen geschaffen, um erstklassige Prothesen anfertigen zu können, doch trotzdem kann es Schwierigkeiten geben.

DER AUTOR
Göran Andersson, 60, ist Zahntechnikermeister in Wien-Meidling. Er war Vorsitzender der Meisterprüfungskommission für Zahntechniker und jahrelang Innungsmeister-Stellvertreter in der Wiener Wirtschaftskammer. Als erstklassiger Fachmann und Autor zahlreicher Fachpublikationen weiß er über den aktuellen Stand der Zahntechnik, die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt und die Rechte des Zahnpatienten bestens Bescheid.








« zurück «