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Pflegetipps für die "Dritten"

Von Dr. Peter Jordan


Die gesamte Persönlichkeit eines Menschen spiegelt sich in Zähnen, Mund und Gesicht wider und steht damit im Zentrum des ästhetischen Betrachtens. Im menschlichen Zusammenleben wird der Charakter des Gegenüber zuallererst vom "Gesicht" abgelesen. Ein Lächeln kann Herzen öffnen, wer sich aber nicht traut, die Zähne zu zeigen, wirkt automatisch finster, verschlossen und unnahbar.

Wenn Sie eine Prothese erhalten haben, ist dies sicher ein einschneidendes Erlebnis. Es bedeutet aber keineswegs eine Verminderung Ihrer Lebensqualität, sondern kann unter Einhaltung einiger Tipps einen Fortbestand Ihres Wohlbefindens gewährleisten.

Zweimal am Tag
Mund, Kiefer, Zunge und Wangen müssen sich an eine Prothese, die neu angefertigt wurde, gewöhnen und an diese anpassen. Daher ist es von größter Wichtigkeit, die Prothese andauernd - also auch nachts zu tragen. Prinzipiell sollten die "Dritten" zweimal am Tag - morgens und abends vor dem Zubettgehen - aus dem Mund genommen werden, um sie zu reinigen.

Neben den herkömmlichen, bewährten Mitteln wie z.B. Brausetabletten zur Auflösung von Verfärbungen und Lösung von Speiseresten, die es in allen Drogerien und Supermärkten zum Kauf gibt, empfiehlt es sich, eine Prothese mit einer simplen Handbürste und Schichtseife gründlichst abzubürsten. Mit der Handbürste kann man effektiv Druck ausüben und effizient große Teile der Prothese reinigen.

Spüllösung und Bürste
Die herkömmliche Zahnpasta ist nicht das ideale Putzmittel für die "Dritten". Nachdem man die Prothesen aus dem Mund genommen hat, um diese zu reinigen, empfiehlt es sich, den Mund mit einer Spüllösung zu reinigen bzw. zu desinfizieren.

Dennoch ist es von großem Vorteil, den Kiefer mit einer weichen Zahnbürste zu massieren, um Speisereste zu entfernen, die Schleimhaut zu durchbluten und zu kräftigen sowie den täglichen Hygiene-Anforderungen zu entsprechen.

Bei hartnäckigen Verfärbungen gibt es noch die Möglichkeit, die Prothese mittels Ultraschall reinigen zu lassen.

"Fremdgefühl" und Druckstellen
Nach dem Erhalt einer neuen Prothese hat man oft das Gefühl, als würde die Zunge anstoßen, auch ein "Lispeln" könnte zu den unangenehmen Anfangsschwierigkeiten gehören. Ratsam ist hier etwa lautes Lesen oder das Aussprechen besonders schwieriger Wörter wie "Mississippi".

Eine Druckstelle ist noch lange kein Malheur. Ihr Zahnarzt wird die Prothese an dieser Stelle verändern, um so Sitz und Halt zu optimieren. Eine entzündete Druckstelle kann mit Hausmitteln wie Salbeitee oder entzündungshemmenden Salben behandelt werden.

Haftcreme nur "kurzfristig"
Der Einsatz von Haftmitteln wie Cremen etc., ist auch in Fachkreisen nicht einstimmig beantwortet. Cremen gewährleisten einige Stunden festeren Halt. Langfristig sollte die Haftcreme jedoch nicht angewendet werden, da die Mundhöhle austrocknen kann und das Haften der Prothese erschwert. Als Regel gilt, Haftcremen nur für besondere Anlässe wie z. B. Essen mit Freunden zu verwenden.

Zudem möchte ich darauf hinweisen, daß es auch ohne Beschwerden dringlich erforderlich ist, zweimal im Jahr zu Ihrem Zahnarzt zu kommen, um mögliche Kunststoffunverträglichkeiten (Bläschen in der Schleimhaut) festzustellen und zu behandeln bzw. um Ihre "Dritten" fachgerecht zu kontrollieren.

DER AUTOR
Dr. med. univ. Peter A. Jordan ist Zahnarzt im 3. Bezirk und arbeitet mit dem familiennahen zahntechnischen Labor Jordan & Fasolt. Dr. Jordan hat sich in den vergangenen Jahren auf die Erstellung von technischen Arbeiten für Senioren spezialisiert.








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