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Österreich I, Nachkriegsjahre und Volksbefragung Bundesheer

Die Lehren aus der Geschichte


Foto: Min. f. LV, Österr. Bundesheer; Spindelegger: Jakob Glaser/ÖVP


Foto: ORF

Die Österreicher haben entschieden: Rund 60 Prozent haben sich zur Wehrpflicht und zum bestehenden System des Zivildienstes bekannt, rund 40 Prozent waren bereit, dem Schwenk zum Berufsheer zu folgen. Die Entscheidung bei der Volksbefragung war klar.

Auffallend war das Interesse und das Engagement der Senioren zu diesem Thema: Von den Menschen jenseits der 60 haben sogar 71 Prozent für die Wehrpflicht gestimmt. Bei den 30 bis 59-Jährigen waren es noch immer 61 Prozent. Nur bei den Wahlberechtigten bis 29 Jahren gab es eine Mehrheit für das Berufsheer.

Die ÖVP und Obmann Michael Spindelegger, die sich für die Aufrechterhaltung der Wehrpflicht eingesetzt hatten, sind damit auf großen Zuspruch gestoßen. Politische Bobachter gaben sich überrascht ob dieses eindeutigen Entscheides. Vor dem geschichtlichen Hintergrund Österreichs ist das Ergebnis allerdings keine so große Überraschung.

Dr. Hugo Portisch, der mit seinen TVSerien Österreich I und Österreich II zur österreichischen Geschichte selbst Geschichte machte, sagte dazu: „In der Zweiten Republik ist das Bekenntnis zu Einberufung und Wehrpflicht historisch gewachsen.“

Für Bruno Kreisky, so Portisch, war das „Volksheer“ einst sogar Bedingung, einem österreichischen Bundesheer überhaupt zuzustimmen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es Konsens, dass die demokratische Legitimierung eines Heeres wichtiger war als seine absolute Professionalität.

Diese Legitimierung sah man nur in einem Volksheer, wie es unser Bundesheer ist. Hugo Portischs Serie „Österreich I“ über die Erste Republik bis in die Jahre des Zweiten Weltkriegs startet ab 2. Februar neu auf ORF III. Vieles, was sich damals ereignete, so Portisch, ist für uns heute wichtig.

So hätten die Völker der Monarchie auch als selbständige Staaten in einer gemeinsamen Wirtschafts- und Währungsunion bleiben können. Sie gingen jedoch alle ihren eigenen Weg, waren aber zu schwach, sich zu behaupten. Ganz ähnlich ginge es heute Österreich und anderen kleinen Ländern ohne EU: „Allein ist man verloren, man kommt nicht durch.“








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