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Kostenlose Pensionszeiten für pflegende Angehörige

Fast 80 Prozent der Pflegebedürftigen in Österreich werden von Familienangehörigen betreut (in Wien sind es knapp über 60 Prozent).


Generaldirektor-Stv. a. D. Leopold Scherer ist Ehrenobmann des Wiener Seniorenbundes.


Diese Pflege ist im Allgemeinen die menschlich beste und für die öffentliche Hand auch billigste Lösung des Pflegeproblems. Sie erfordert aber von den Pflegepersonen ein hohes Maß an Einsatz.

Sehr oft ist die Pflege so zeitintensiv, dass daneben eine Erwerbstätigkeit mit Pensionsversicherung nicht mehr ausgeübt werden kann. Dies würde zu einer Verminderung der zukünftigen Pension der Pflegeperson oder überhaupt zur Verhinderung eines Pensionsanspruchs führen. Zur Vermeidung dieser Nachteile gibt es eine kostenlose Weiterversicherung oder eine Selbstversicherung in der Pensionsversicherung

 

Selbstversicherung:

Personen, die unter erheblicher Beanspruchung ihrer Arbeitskraft eine/n nahe/n Angehörige/n pflegen, können sich zu begünstigten Bedingungen in der Pensionsversicherung selbst versichern. Wenn der betreute Angehörige Anspruch auf Pflegegeld ab Stufe 3 hat, werden die Beiträge zur Selbstversicherung zur Gänze und zeitlich unbegrenzt vom Staat gezahlt. Der/die Selbstversicherte bekommt für die Dauer der Pflege auf Basis der Beitragsgrundlage von derzeit 1570,35 Euro pro Monat 22,8 Prozent, das sind 358 Euro, monatlich auf das Pensionskonto gutgeschrieben. Auch für Pflegende, die ihre Berufsarbeit wegen eines Pflegefalls reduziert haben, ist zusätzlich zur noch bestehenden Pflichtversicherung eine kostenlose Selbstversicherung möglich. Damit werden die durch die reduzierte Berufstätigkeit möglichen Nachteile beim künftigen Pensionsanspruch verhindert.

 

Weiterversicherung

Ebenfalls ab Pflegegeldstufe 3 des Pfleglings gibt es die begünstigte Weiterversicherung in der Pensionsversicherung für Personen, die wegen der Pflegeaufgabe zur Gänze aus dem Beruf bzw. aus der damit verbundenen Pensionsversicherung ausgeschieden sind. Die monatliche Beitragsgrundlage richtet sich bei der Weiterversicherung nach der Beitragsgrundlage des Jahres vor dem Ausscheiden aus der Pensionsversicherung.

 

Antrag notwendig!

Sowohl die Selbst-, als auch die Weiterversicherung müssen bei der Pensionsversicherungsanstalt beantragt werden. Die Versicherung beginnt mit dem Zeitpunkt, den die pflegende Person wählt, frühestens aber mit der Aufnahme der Pflege. Es ist damit auch eine rückwirkende Geltendmachung möglich. Der Kreis der pflegenden Personen, die diese kostenlosen Pensionszeiten erwerben können, ist sehr weit gefasst: Nicht nur Ehegatten und Kinder können Nutznießer sein, sondern verwandte bzw. verschwägerte Personen (z. B. Cousinen), Wahl-, Stief- oder Pflegekinder und nicht verwandte Personen, die in der Hausgemeinschaft leben und den Haushalt unentgeltlich führen.








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