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Internet und Konsumentenschutz

Mag. René Heinz
Rücktrittsrecht ausgeweitet

Der Online-Handel boomt, immer mehr Waren werden im Internet angeboten und erworben. In vielen Fällen muss im Voraus bezahlt werden. Wenn dann die Ware nicht geliefert wird, bleiben nur der sofortige Rücktritt vom Vertrag und die Forderung nach Rückerstattung des Kaufpreises.

 

Frist nun 14 Tage In diesem Punkt hat nun die Umsetzung einer EU-Richtlinie einen besseren Schutz für Konsumenten gebracht: Für alle ab 13. Juni 2014 abgeschlossenen Verträge wurde das Rücktrittsrecht von sieben Wochentagen auf 14 Kalendertage ausgeweitet. Damit ein Vertrag zwischen Verkäufer und Käufer überhaupt zustande kommt, ist künftig eine ausdrückliche Bestätigung erforderlich.

 

Überdies bestehen weiterhin umfangreiche Informationspflichten des Unternehmers gegenüber dem Verbraucher: Name, Anschrift, notwendige Angaben zum Vertrag, eine Belehrung über das Rücktrittsrecht, die Frist und für die Ausübung dieses Rechts etc. Die Erklärung des Rücktritts durch den Konsumenten ist an keine bestimmte Form gebunden. Der Gesetzgeber sieht grundsätzlich vor, dass dem Verbraucher vom Unternehmer ein Muster-Widerrufsformular zur Verfügung zu stellen ist, wie dies genau zu erfolgen hat, wird jedoch nicht geregelt. Wurde der Verbraucher vom Unternehmer nicht oder nur fehlerhaft über das Rücktrittsrecht belehrt, erlischt das Rücktrittsrecht erst nach einem Jahr und zwei Wochen nach Vertragsabschluss bzw. Warenlieferung.

 

All diese Vorteile bzw. Neuerungen für den Konsumenten wirken freilich nur bei seriösen Anbietern. Zu den vielen seriösen Anbietern gesellen sich aber auch Betrüger, die ganze Shops mit extrem preisreduzierten Waren online stellen. Sollten Sie einem Betrüger aufgesessen sein, bleibt leider nur eine Betrugsanzeige bei der Polizei.

 

Nachnahme ist besser Grundsätzlich sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten: Lesen Sie immer die AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) genau durch. Seien Sie bei Käufen bei unbekannten Anbietern im Ausland, die nur gegen Vorauszahlung möglich sind, besonders misstrauisch. Zahlen Sie besser per Nachnahme. Auch elektronische Zahlsysteme wie z. B. Paybox bieten einen gewissen Käuferschutz. Erkundigen Sie sich beim jeweiligen Unternehmen, was der Käuferschutz umfasst. So sind etwa Reiseangebote häufig ausgenommen.

 

Mag. René Heinz


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