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Teilpension ab 62 Jahren

Autor: Ingrid Korosec

Ingrid Korosec

Für mich ist die künftige „Teilpension“ ein Fortschritt auf dem Weg zu einem freiwilligen und selbstverständlichen längeren Arbeiten. Die Regierung hat wenige Tage nach der Steuerreform damit eine weitere Maßnahme gesetzt.

Ab dem 62. Lebensjahr und wenn man mindestens 39,5 Versicherungsjahre angesammelt hat, wird man ab 2016 einen Zwischenschritt zur echten Pension einlegen können. Die Arbeitszeit kann um 40 bis 60 Prozent verkürzt werden, das Gehalt wird aber nur um die Hälfte dessen weniger. Wer um 50 Prozent reduziert, bekommt also 75 Prozent seines bisherigen Gehalts. Der Arbeitgeber muss einverstanden sein, er bekommt die Mehrkosten vom Staat ersetzt. Die Pensionsansprüche steigen weiter, bis man in die echte Alterspension wechselt. Die neue Teilpension ist nicht zu verwechseln mit der bisherigen „Altersteilzeit“, die Frauen ab 53 und Männer ab 58 Jahren beanspruchen können.

Der Wermutstropfen ist, dass diese Möglichkeit realistischerweise nur wenigen Frauen etwas bringen wird. Mit 62 können sie in volle Pension gehen, Männer erst ab 65. So mancher Arbeitgeber wird nicht verstehen, warum frau unbedingt weitermachen will. Im Sinne der Gleichberechtigung müssen wir das aber akzeptieren.

Ihre Ingrid Korosec
Vorsitzende Wiener Seniorenbund