Eine Impfpflicht hat sich bereits bei den Pocken bewährt

Eine Impfpflicht hat sich bereits bei den Pocken bewährt

Vorab: Mir wäre es lieber, wir bräuchten keine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Das würde nämlich bedeuten, dass sich bereits ausreichend Menschen freiwillig gegen diese heimtückische Krankheit impfen haben lassen. Die ältere Generation hat beim Impfen ein leuchtendes Beispiel abgegeben. Wir haben damit viel zu unserem Schutz und zum Schutz unserer Lieben beigetragen. Weil wir wissen, dass die Impfung keine individuelle Entscheidung, sondern ein Akt der Solidarität ist – und weil dieser Zusammenhalt für uns selbstverständlich ist.

Leider haben sich nicht genug Menschen an uns ein Beispiel genommen. Dabei nehme ich explizit jene aus, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können – und die ebenso auf den Schutz durch ihre Mitmenschen angewiesen sind. Die mangelnde Solidarität von zu vielen Impfunwilligen macht die allgemeine Impfpflicht ab 1. Februar 2022 notwendig.

Gerade für uns Seniorinnen und Senioren ruft dieser Schritt Erinnerungen an das Jahr 1948 wach, als die allgemeine Impfpflicht gegen die Pocken eingeführt und von den Menschen umfassend angenommen wurde. Die Erfahrungen, die wir damit gemacht haben, sprechen für sich: 1979 waren die Pocken weltweit ausgerottet, ein Jahr später konnten wir die Impfpflicht deswegen wieder abschaffen.

Wir haben es bei der Corona-Schutzimpfung mit zugelassenen, hochwirksamen und sicheren Impfstoffen zu tun, die weltweit bereits milliardenfach angewendet wurden. Alle möglichen Reaktionen auf die Impfung sind mittlerweile bekannt.

Wir wissen genau, was uns bei der Corona-Impfung erwarten kann. Ebenso wissen wir, was uns bei einer Infektion mit dem Coronavirus erwarten kann. Damit ist die Entscheidung jedenfalls für mich klar.

Ihre Ingrid Korosec

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