Wissenswerte Fakten

Wissenswerte Fakten

Kaufpreise von Häusern und Wohnungen stiegen im Jahr 2020 um 7,6%
Der Häuserpreisindex (HPI) weist für das Jahr 2020 laut Statistik Austria eine Preissteigerung von 7,6% im Vergleich zum Vorjahr auf. Dieser Anstieg liegt deutlich über den Werten der Vorjahre (2019: +5,8%, 2018: +4,7%) und über dem Durchschnitt der jährlichen Veränderungsraten seit 2010 von +5,9%. Die allgemeine Inflationsrate von Verbraucherpreisen, die sich auf die Preisveränderungen von Konsumgütern bezieht und Preise von Vermögenwerten wie Häuser und Wohnungen nicht berücksichtigt, stieg 2020 um lediglich 1,4%. Grundlage der Erhebung für den Häuserpreisindex sind die von Privathaushalten getätigten Käufe von neuen und bestehenden Häusern sowie Wohnungen, wobei die tatsächlichen Transaktionspreise erfasst und quartalsweise ausgewertet werden. Nach starken Anstiegen im 2. Quartal (+2,4% zum Vorquartal) und 3. Quartal (+2,7% zum Vorquartal) zeichnete sich im 4. Quartal mit +0,4% ein leichter Rückgang der hohen Preisdynamik ab. 
Die von Haushalten zu Wohnzwecken erworbenen Häuser verzeichneten den höchsten Preisanstieg mit +8,9% im Vorjahresvergleich (2019: +4,6%, 2018: +3,8%). Die bestehenden Eigentumswohnungen lagen mit +7,2% leicht darunter (2019: +6,7%, 2018: +6,4%). Kombiniert ergab sich für den Teilindex des bestehenden Wohnraums im Jahr 2020 ein Anstieg von 8,0% (2019: +5,7%, 2018: +5,3%). Der Teilindex “Kauf von neuem Wohnraum”, der die Preisentwicklung von neuen Wohnungen und Fertighäusern abbildet, stieg im Jahr 2020 um 6,4% gegenüber 2019 (2019: +6,0%, 2018: +3,2%).
Den größten Anstieg der Häuserpreise gegenüber dem Vorjahr verzeichnete Salzburg mit +13,0%, gefolgt von Tirol mit +9,9% und dem Burgenland mit +8,9%. Wien und Vorarlberg lagen mit +8,2% und +8,1% im Mittelfeld. Niederösterreich und Oberösterreich verzeichneten Anstiege von 7,4% und 6,7%. Die geringste Preisdynamik am Häusermarkt gab es in der Steiermark mit +6,2% und in Kärnten mit +6,1%. Bei den Wohnungen verzeichnete Kärnten mit +11,3% den größten Preisanstieg, gefolgt von Salzburg (+10,4%) und der Bundeshauptstadt Wien (+7,9%). Am geringsten fielen die Anstiege in Vorarlberg (+5,9%), Niederösterreich (+5,8%) und der Steiermark (+5,3%) aus. Bei den Landeshauptstädten stiegen die Preise von Wohnungen am stärksten in Salzburg (+13,6%). In Graz zeigte die regionale Auswertung einen Anstieg von 4,6% im Vergleich zum Vorjahr, in Innsbruck +3,0% und Linz +0,8%.
Menü schließen